Übung mit der Feuerwehr Resse

Gemeinsame Übung mit der Ortsfeuerwehr Resse –

was machen die auf der anderen Seite des Moores?

 

Am Sonntag, den 05. Mai sind wir zu einer Moorbrandübung zu den Kameraden im benachbarten Wedemark-Resse gefahren. Unser Gruppenführer André Fenske hatte gemeinsam mit dem Resser Gruppenführer Cord Hecht eine sehr realitätsnahe Übung im Grenzbereich Otternhagener Moor/Wochenendhausgebiet Resse ausgearbeitet. Es wurde angenommen, dass bei trockener Witterung – die tatsächlich vorlag – ein Flächenbrand im Moor ausgebrochen war und auf das Wochenendhausgebiet überzugreifen drohte. Dieses Szenario war nachvollziehbar, die Vegetation war trotz des Frühjahrs noch sehr trocken und in dem Bereich sind viele Spaziergänger unterwegs.

(Update: Bilder jetzt online)

Während die Ortsfeuerwehr Resse von einem Hydranten im Wochenendgebiet aus eine B-Leitung zur Einsatzstelle legte, gingen die Otternhagener Kameraden von einem Bohrbrunnen aus vor, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Es zeigte sich wieder einmal, dass bei Moorbränden nicht viel mit Fahrzeugen und Technik auszurichten ist, hier ist Manpower gefragt. Es muss viel Schlauchmaterial zu Fuß ins Moor gebracht werden –  hier wurden insgesamt über 600 m B-Schläuche für die Wasserversorgung verlegt. Die Ortsfeuerwehr Resse hat zu diesem Zwecke allein 420 m B-Schläuche fertig zusammengekuppelt auf ihrem LF 8 anstatt eines Wassertanks.

Im Fall des Falles wird bei einem Moorbrand auch nicht nur auf Schläuche gesetzt, auch die guten alten Feuerpatschen kommen zum Einsatz, und auch mit ordinären Eimern wird Löschwasser aus Moortümpeln geschöpft. An technischem Gerät verfügen beide Ortsfeuerwehren auch über kleine Tragkraftspritzen (TS 2/5), die von zwei Kameraden zu Fuß ins Moor getragen werden können, um dort ebenfalls aus Moortümpeln Wasser zu fördern. Da die wenigen Wasserentnahmestellen grundsätzlich bei Bränden im Otternhagener Moor ein Problem darstellen, würden im Ernstfall für die Wasserförderung mehrere Tanklöschfahrzeuge und ggf. auch Güllefässer angefordert, um einen Pendelverkehr für die lückenlose Wassereinspeisung sicherzustellen.

Die Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Resse klappte sehr gut, so dass die Übung erfolgreich beendet werden konnte. Im Anschluss kam man bei einem Getränk noch ins Gespräch und konnte sich über die Erfahrungen der letzten Jahre austauschen. Insgesamt war es sehr interessant zu sehen, wie man auf der anderen Seite des Moores arbeitet und sowohl der Resser Ortsbrandmeister Andreas Senkel als auch sein Otternhagener Kollege Sascha Schneider waren sich einig, dass diese Zusammenarbeit auch in den nächsten Jahren fortgeführt und ausgebaut wird.