Jugendfeuerwehr nutzt das alte Feuerwehrhaus zum Üben

Nachdem das alte Feuerwehrhaus in Otternhagen wegen des bevorstehenden Abrisses mittlerweile leer steht, nutzte die Jugendfeuerwehr das Gebäude für einen intensiven Übungsabend. An verschiedenen Stationen wurden praxisnahe Situationen aus dem Feuerwehralltag simuliert und abgearbeitet. Durch ein Fenster im Obergeschoss wurde ein Schlauch samt Strahlrohr mit einer Feuerwehrleine aufgezogen. Durch ein weiteres Fenster konnten die Jugendlichen auf das Flachdach des Schulungsraumes klettern und dieses über Leitern wieder verlassen. Auch das sichere Aufstellen der Leitern wurde hier geübt. Hinter dem Haus wurde ein Löschangriff vom Tanklöschfahrzeug aus aufgebaut.

Das Highlight der Übung fand im leeren Gebäude statt. Jugendfeuerwehrwart Matthias Lau hatte die Räume mit einer Nebelmaschine mit künstlichem Brandrauch „verqualmt“ und ließ sogar das Knistern eines Feuers per Lautsprecher abspielen. Die Jugendfeuerwehrmitglieder wurden mit Atemschutzgeräte-Attrappen ausgestattet und sollten im Gebäude nach einer vermissten Person suchen und diese retten. Dabei wurde ihnen der Ablauf eines Einsatzes unter Atemschutz mitsamt Überwachung per Funk gezeigt, ganz so, wie es im Einsatz der „Großen“ abläuft.

Eine Besonderheit bei diesem Dienst waren die internationalen Gäste: es nahmen zwei Jungen, die im Rahmen der Tschernobyl-Ferienaktion zu Besuch sind, sowie ein Austausch-Schüler aus Spanien an dem Jugendfeuerwehrdienst teil. Zum Abschluss stärkten sich alle Teilnehmer mit Pizza im Übergangsgerätehaus – die schmeckte allen, unabhängig von der Muttersprache.