Gemeinsame Feuerwehrübung im Stützpunkt Otternhagen

Die Ortsfeuerwehren im Stützpunkt Otternhagen – dazu zählen neben Otternhagen noch Scharrel, Metel und Basse/Averhoy – legen großen Wert auf gute Zusammenarbeit. Um das zu trainieren, werden auch immer wieder gemeinsame Übungen durchgeführt. Dieses Mal wurde dazu die Ortsfeuerwehr Suttorf eingebunden, da auch mit diesen Kameraden häufig gemeinsame Einsätze gefahren werden. Um die Zusammenarbeit zu intensivieren, wurden die Kräfte der Ortsfeuerwehren durchmischt. Ebenfalls integriert in die Übung war der 2. Einsatzzug der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des DRK Neustadt zur „Verletztenversorgung“. Sehr realistisch geschminkte Mimen stellten Personen mit unterschiedlichsten Verletzungen dar. Auch die Feuerwehrtechnische Zentrale Neustadt war beteiligt und versorgte die Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten und Schläuchen, damit alle Fahrzeuge anschließend wieder komplett ausgerüstet nach Hause fahren konnten.

In diesem Jahr fand die große Stützpunktübung in Scharrel in und rund um die ehemalige Gaststätte Öhlerking statt. Angenommene Lage war ein Feuer im Küchenbereich einer Gaststätte mit Pensionsbetrieb. Im Gebäude wurden 8 Personen „vermisst“; diese waren auf verschiedene Gebäudeteile und Geschosse verteilt.

Scharrels Ortsbrandmeister Torsten Eirund als Einsatzleiter teilte vor Ort den Einsatz in drei Abschnitte auf: die Ortswehren Scharrel und Otternhagen übernahmen den Bereich des ehemaligen Gaststätteneingangs, Suttorf übernahm die Hofseite des Gebäudes und Basse/Averhoy und Metel gingen von der Rückseite des Gebäudes vor. In allen Bereichen war die vorrangige Aufgabe die Personensuche in dem komplett verrauchten Gebäude. Die unter Pressluftatmer vorgehenden Trupps wurden von außen überwacht und rechtzeitig an den Rückzug erinnert, wenn die Luft knapp wurde. Zum Eigenschutz gingen sie mit Schlauchleitung vor. Teilweise musste mittels Leitern in das Gebäude vorgegangen werden. Die „verletzten“ Personen spielten sehr realistisch und mussten zum Teil mit Bergetuch aus dem Gebäude getragen werden.

Derweil wurde draußen die Wasserversorgung aufgebaut und mehrere Schläuche in Stellung gebracht, um die „Ausbreitung“ des angenommenen Feuers auf andere Gebäudeabschnitte zu verhindern. Parallel wurden die „verletzten“ Personen auf dem Hof durch die Kräfte des DRK nach Schwere der Verletzung gesichtet, versorgt und für einen fiktiven Weitertransport vorbereitet. Sie hatten es zu tun mit Rauchgasvergiftungen, Verbrennungen, Erblindung, psychischer Verwirrtheit und offenen Knochenbrüchen. Zu guter Letzt wurde das Gebäude mit einem Lüfter vom künstlichen Brandrauch befreit.

Die fünf Ortsfeuerwehren waren mit insgesamt 74 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen beteiligt, die SEG des DRK mit 7 Einsatzkräften, 8 Mimen und 3 Fahrzeugen. Die Führungskräfte erhielten vorab eine Einweisung in die Lage. Nach der Übung gab es noch eine Manöverkritik, die überwiegend positiv ausfiel. Einig waren sich alle Beteiligten, dass die gemeinsamen Übungsdienste intensiviert werden sollen, um im Einsatzfall optimal zusammenzuarbeiten. Zum Abschluss stärkten sich alle Beteiligten am Feuerwehrhaus Scharrel mit Bratwurst und Getränken. Eirund bedankte sich bei allen für die Teilnahme an der Übung, die er gemeinsam mit Christian Fenske aus Otternhagen ausgearbeitet hatte. SEG-Leiter Matthias Siegel dankte seinerseits für die Möglichkeit, sich mit seinen Kräften in das Szenario einzubinden.

 

Wasserversorgung an der Einsatzstelle mit Beteiligung des Tanklöschfahrzeugs (TLF) der Ortsfeuerwehr Otternhagen.

Feuerwehr-Einsatzkräfte vor dem künstlich verrauchten Übungsgebäude im Neustädter Ortsteil Scharrel.

Die schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK Neustadt versorgt die Verletztendarsteller, die im Übungsverlauf aus dem verrauchten Gebäude gerettet wurden.