Einsatzübung

Einsatzübung auf Reiterhof

Am Samstag, den 9.11.2013, um 13.17 Uhr, wurde die Feuerwehr wegen einer Rauchentwicklung in einer Scheune auf dem „Auterhof“ in Otternhagen, Hinter den Hägen alarmiert. Den zuerst eintreffenden Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Otternhagen wurde von Anwohnern mitgeteilt, dass zuvor Kinder in der Scheune gesehen worden waren, die vermisst würden. Schnell stellte sich das Ganze zum Glück als Übung heraus. Ein Trupp wurde unter Atemschutz mit der Menschenrettung beauftragt und „rettete“ ein Jugendfeuerwehrmitglied und eine Simulationspuppe aus der Scheune.  

Update 16.11.2013: Fotos online

Währenddessen waren die weiteren Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Neustadt, Scharrel, Metel und Basse/Averhoy mit dem Aufbau der Wasserversorgung sowie des Löschangriffs beschäftigt. Das größte Problem bei einem Einsatz an dieser Stelle ist die Löschwassermenge. Direkt vor dem Hof ist ein Hydrant, der aber nur wenig Wasser liefern kann, da er nur auf einer kleinen Stichleitung sitzt. Allein für den Einsatz der Drehleiter musste deshalb eine ca. 350 m lange B-Leitung zu einem Hydranten „Am Berggarten“ gelegt werden. Für die Riegelstellung, mit der das Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Stallungen, das Wohnhaus und die Reithalle verhindert werden sollte, wurde eine sogenannte „lange Wegstrecke“ mit Schlauchleitungen von der Auter her verlegt, die ca. 400 m hinter dem Hof entlangfließt. Insgesamt wurden 5 C-Rohre eingesetzt. Diese Umstände erfordern sehr viel Material und Kräfte. Durch die Abgabe von Wasser wurde festgestellt, dass hier aus den Hydranten maximal 1.600 l Wasser pro Minute gefördert werden können, was bei einem Objekt dieser Größenordnung im Ernstfall zu wenig sein dürfte.

Ein weiteres Problem liegt in der Enge der Straße, eine nur einspurige Nebenstraße, die in einen Wirtschaftsweg mündet. Die Standorte der Fahrzeuge mussten mit Bedacht gewählt werden, da ein Rangieren in der engen Straße kaum möglich ist.

Die Übung wurde von den Otternhagener Gruppenführern Matthias Teubner, André Fenske und Sascha Eickmann ausgearbeitet. Unter der Leitung von Matthias Teubner waren insgesamt 90 Kräfte im Einsatz. Im Anschluss an die Übung gab es eine „Manöverkritik“ mit allen Gruppenführern, in der alle Teilnehmer noch einmal für die kritischen Punkte sensibilisiert wurden. Ortsbrandmeister Sascha Schneider lobte besonders die gute Kommunikation an der Einsatzstelle. Ein besonderer Dank gilt den Kameraden aus der Ortsfeuerwehr Neustadt, die trotz des hohen Einsatzaufkommens der letzten Wochen engagiert aufgetreten sind, und der Familie Butterbrodt, die für die Übung den Betrieb auf ihrem Hof vorübergehen eingeschränkt hat.

Alle Einsatzkräfte konnten sich nach der Übung noch mit Gulaschsuppe und Getränken im Reiterstübchen stärken.

Fotos von der Übung: